Praxistage des WPK Berufspraktischer Schwerpunkt 9: Besuch in der Firma Kesseböhmer in Bad Essen

Wo wird mich mein Berufsweg hinführen? Diese Frage wird zu Beginn des 9. Jahrgangs immer wichtiger und führte den WPK Berufspraktischer Schwerpunkt 9 in die Firma Kesseböhmer nach Bad Essen in die dortige Ausbildungswerkstatt. Elf Schüler konnten sich in Begleitung ihrer Lehrerin Susanne Laumann unter Anleitung des Ausbilders Herrn Daniel Enns, des Ausbildungsleiters Herrn Holger Meyer und einigen Auszubildenden aus dem 3. Lehrjahr in der Bearbeitung von Metall erproben. Zwei Tage durften die Schüler in die Ausbildung und die Tätigkeit eines Industriemechanikers hineinschnuppern.
Am ersten Tag lernten die Schüler zunächst die Produktpalette der Firma kennen. Ganz wichtig waren die Verhaltensregeln zur Vermeidung von Verletzungen und die damit einhergehende Sicherheitsbelehrung. Anschließend erfolgte die Präsentation des zu erarbeitenden Werkstücks, ein kleiner Modelltrecker aus Metall. An diesem können die verschiedensten Lerninhalte vermittelt werden: Lesen und Umsetzen einer technischen Zeichnung, die Benutzung der Arbeitsmittel wie Schraubstock, Feile, Höhenanreißer, Körner, weiterer Messinstrumente, Gewindeschneider und die Benutzung von Maschinen wie Drehmaschine, Fräsmaschine und Bohrmaschine. Im Anschluss wurden die Schüler in der Ausbildungswerkstatt in Zweier- und Dreiergruppen einzelnen Azubis für Dreh-, Fräs-, Bohr- und Handwerksarbeiten zugeordnet. Das praktische Erfahren der Fertigungsschritte ist ein wesentlicher Teil der Einordnung der eigenen Talente und Prioritäten in der Auswahl des zukünftigen Ausbildungsberufs. Ergänzt wurde die Praxis durch die Demonstration und Erklärung eines CAD-Konstruktionsprogramms für den 3D-Drucker.
Der zweite Praxistag startete wieder um 9.00 Uhr mit der Fortführung der Arbeitsschritte in Gruppen. Nach der Mittagspause erfolgte eine schriftliche Lernerfolgskontrolle und ein Rundgang durch die ganze Firma, um die einzelnen Bereiche der Fertigung, der Betriebselektronik, die Pressen, die Galvanik/Oberflächenbeschichtung und den Vertrieb mit Logistik kennenzulernen. Die Begriffe Konstruktion, Qualitätssicherung, Robotertechnik wurden in dem Rundgang inhaltlichen gut gefüllt. Mit der umfassenden Betriebsführung waren auch Einblicke und die Informationen in die verschiedenen Berufsbilder u.a. für den Konstrukteur, den Elektroniker, den Fachlageristen, den Oberflächenbeschichter und den Industriemechaniker verknüpft.

In der abschließenden Feedbackrunde waren die Äußerungen der Schüler durchwegs positiv und spiegelten wider, wie viele neue und interessante Eindrücke die Schüler nun mitnehmen konnten.

Zwei volle Tag, die auch körperlich anspruchsvoll waren, aber die Jugendlichen in der Berufsfindung weitergebracht haben. Die Schüler fanden diesen Einblick in die Berufswelt sehr interessant.
Wir bedanken uns sehr herzlich für die Möglichkeit des Besuchs und für die umfassende Betreuung durch das Team der Ausbildungswerkstatt.