Im 8. Jahrgang rücken die Angebote und Inhalte zur Berufsorientierung an der LWS immer mehr in den Fokus. Ein Baustein ist der Talentcheck im Berufsorientierungszentrum in Melle, dem BOZ. Mitte Februar fand der Besuch mit den Schülerinnen und Schülern des Jahrgangs 8 statt. Welche Neigungen und Stärken habe ich? Welchen Beruf möchte ich zukünftig ausüben? Diese Fragen sind im Jahrgang 8 in der Berufsorientierung das zentrale Thema.
Die Schülerinnen und Schüler durchliefen vier Module mit je 60 Minuten, in denen sie ihre Talente zeigen und sich selbst ausprobieren konnten. Mit dabei waren drei Angebote von Firmen mit der Möglichkeit, in diese Berufsrichtung praktisch hineinzuschnuppern. Gearbeitet wurde unter Anleitung der Firmenvertreter/innen in Gruppen.
Dieses Jahr waren dabei:
- Das Unternehmen Stockhowe Haustechnik aus Ostercappeln mit Aufgaben zur Verlegung einer Fußbodenheizung und einer Hausverkabelung
- Das Unternehmen Ballmeyer Klimatechnik aus Ostercappeln mit einer Aufgabe zum Biegen und Verbinden von Kupferrohrleitungen
- Die Niels-Stensen-Klinik mit verschiedenen Stationen zu Gesundheit und Pflege
- Das vierte Module drehte sich um die Planung einer Klassenfahrt, welches durch die Vertreterin des BOZ, Frau Claudia Lührmann, angeleitet wurde.
In allen vier Modulen waren neben den Firmenvertretern jeweils die Klassenlehrer/innen Frau Albrecht, Frau Brockschmidt, Frau Wienholt und zusätzlich Frau Laumann als Beobachterinnen in den Räumen. Als weitere Beobachter/innen standen Vertreter des BOZ zur Verfügung.
Was ist nun aber der Hintergrund für diese Beobachtung? Da in jedem Beruf bestimmte Basiskompetenzen unerlässlich sind, hatten die Beobachter die Aufgabe zu notieren, in welcher Ausprägung diese Kompetenzen gezeigt wurden.
Dabei handelt es sich um Kompetenzen wie folgt:
- Sozialkompetenz (Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit, Kritikfähigkeit)
- Methodenkompetenz (Planungsfähigkeit, Präsentationsfähigkeit, Problemlösefähigkeit, informationstechnische Fähigkeit)
- Personale Kompetenz (Durchhaltevermögen, Ordentlichkeit, Arbeitsgenauigkeit, Selbstständigkeit, Verantwortungsfähigkeit, Arbeitstempo)
- Kognitive Basiskompetenzen (Konzentrationsfähigkeit, Merkfähigkeit, räumliches Vorstellungsvermögen, schlussfolgerndes Denken)
Natürlich konnten in den Modulen aufgrund der Anforderungen nicht alle Fähigkeiten gezeigt werden, daher sollten sich die Module ergänzen. Alle Beobachter waren beeindruckt, wie ernst die Schülerinnen und Schüler ihre Aufgaben genommen und sich um gute Ergebnisse bemüht haben. Das Kennenlernen von neuen Handwerkszeugen und Materialien war interessant und motivierend. Organisationstalent war genauso gefordert wie Empathie bei Hilfebedürftigen im Gesundheitsbereich.
Im Vorfeld hatten die Jugendlichen bereits eine Selbsteinschätzung zu ihren persönlichen Stärken durchgeführt. Nach Beendigung der jeweiligen Arbeitsphasen konnten die Jugendlichen dann ihr Feedback dazu geben, wie sie die Aufgaben empfunden haben.
Ergänzt wird der Talentcheck im BOZ Melle durch Anteile des niedersächsischen Profil AC, in dem besonders Aufgaben zu Konzentrationsfähigkeit, Durchhaltevermögen und IT-Kenntnissen im Mittelpunkt stehen. Diese Aufgaben erfolgen in Einzelarbeit in der Schule im persönlichen Arbeitstempo.
Die Zusammenführung aller Informationen wird in der nächsten Zeit in einem Rückmeldegespräch mit den Schülerinnen und Schülern münden. Auf dieser Basis können die sie dann erste persönliche Eingrenzungen ihrer Berufswünsche vollziehen.
Wir bedanken uns sehr herzlich bei Frau Lührmann vom BOZ für die Vorbereitung und Durchführung und bei den anwesenden Firmen für ihren zeitaufwändiges Einsatz an diesem Tag und freuen uns, dass es den Schülerinnen und Schülern neben der Freude an den Herausforderungen auch eine erste berufliche Orientierung gebracht hat.















