Welche Stärken habe ich? Wo geht meine Reise in die Berufswelt hin? Diese Fragen sind im Jahrgang 8 in der der Berufsorientierung das zentrale Thema. Daher gestaltet die LWS schon seit vielen Jahren das Kompetenzfeststellungsverfahren im 8. Jahrgang, damit sich unsere Schülerinnen und Schüler mit diesen Inhalten auseinandersetzen können. In diesem Jahr haben wir am 11. Februar zum ersten Mal mit dem Berufs-Orientierungs-Zentrum aus Melle (BOZ) zusammengearbeitet. Alle Achtklässler durchliefen vier Module mit je 60 Minuten, in denen sie ihre Talente zeigen und sich selbst ausprobieren konnten. Mit dabei waren drei Angebote von Firmen mit der Möglichkeit in diese Berufsrichtung hineinzuschnuppern:
• Das Landschafts-und Gartenbauunternehmen Christian Beckers aus Ostercappeln mit der Aufgabe, eigens für diese Veranstaltung gefertigte Rahmenkisten mit Klinker- und Granitsteinen ins Sandbett zu legen und mit Frühlingsblumen zu bestücken.
• Die Tischlerei Miefert aus Ostercappeln mit Herrn Sven Hoffmann – die Aufgabe war eine sich selbst tragende Brückenkonstruktion aus Holz zu fertigen, die sogenannte Leonardo-DaVinci-Brücke.
• Die Niels-Stensen-Klinik mit Herrn Andreas Reinisch-Klaß mit der Aufgabe, patientenzugewandte Gespräche zu führen und die Bedeutung der Handdesinfektion mit UV-Licht zu erfahren.
• Das vierte Module drehte sich um die Planung einer Klassenfahrt nach Berlin, welches durch die Vertreterin des BOZ, Frau Claudia Lührmann, angeleitet wurde.
In allen vier Modulen waren neben den Firmenvertretern jeweils die Klassenlehrer/innen Frau Eckruth, Herr Ortmeier, Herr Takahashi und zusätzlich Frau Laumann und Frau Borgmeier als BeobachterInnen in den Räumen. Als weitere Beobachter/innen durften wir Vertreter des BOZ, Frau Muff, Herrn Dr. Homola und Herrn Manthey begrüßen. Was ist nun aber der Hintergrund für diese Beobachtung? Da in jedem Beruf bestimmte Basiskompetenzen unerlässlich sind, hatten die Beobachter die Aufgabe zu notieren, in welcher Ausprägung diese Kompetenzen gezeigt wurden.
Dabei handelt es sich um Kompetenzen wie folgt:
• Sozialkompetenz (Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit, Kritikfähigkeit)
• Methodenkompetenz (Planungsfähigkeit, Präsentationsfähigkeit, Problemlösefähigkeit, informationstechnische Fähigkeit)
• Personale Kompetenz (Durchhaltevermögen, Ordentlichkeit, Arbeitsgenauigkeit, Selbstständigkeit, Verantwortungsfähigkeit, Arbeitstempo)
• Kognitive Basiskompetenzen (Konzentrationsfähigkeit, Merkfähigkeit, räumliches Vorstellungsvermögen, schlussfolgerndes Denken)
Natürlich konnten in den Modulen aufgrund der Anforderungen nicht alle Fähigkeiten gezeigt werden, daher sollten sich die Module ergänzen. Alle Beobachter waren beeindruckt, wie ernst die Schülerinnen und Schüler ihre Aufgaben genommen und sich um die erfolgreiche Bearbeitung bemüht haben. Es wurde unter Zuhilfenahme der Werkzeuge mit Feuereifer gepflastert, gepflanzt, gemessen, gesägt, geschliffen, im organisatorischen Bereich diskutiert und im Rollenspiel geforderte Empathie bei Hilfebedürftigen umgesetzt.
Im Vorfeld hatten die Jugendlichen bereits eine Selbsteinschätzung ihrer Stärken durchgeführt. Die Zusammenführung aller Informationen wird dann in den nächsten Tagen in ein Rückmeldegespräch mit den Schülerinnen und Schülern münden mit dem Ziel, eine persönliche Eingrenzung auf in Frage kommenden Berufsfelder zu vollziehen.
Wir bedanken uns sehr herzlich bei allen Gästen und beim BOZ für ihr sehr zeitaufwändiges Engagement an diesem Tag und freuen uns, dass es den Schülerinnen und Schülern neben dem Spaß auch eine erste berufliche Orientierung gebracht hat.















