Praxistage des WPK Berufspraktischer Schwerpunkt 9: Besuch der Firma Kesseböhmer

Elf Jahre erfolgreiche Kooperation zwischen der Ludwig-Windthorst-Schule und der Firma Kesseböhmer in Bad Essen – Dahlinghausen: Erneut durften die Schüler und Schülerinnen des WPK Berufspraktischer Schwerpunkt zusammen mit ihrer Lehrerin Susanne Laumann die Ausbildungswerkstatt der Firma Kesseböhmer besuchen. Diese zwei Praxistagen haben zum Ziel, die Inhalte verschiedener Ausbildungsrichtungen transparent werden zu lassen. Im Hauptfokus stand die Ausbildung zum Industriemechaniker. Die Auseinandersetzung mit dem Werkstoff Metall und seiner Materialbeschaffenheit und der Einsatz von metallbearbeitenden Handwerkszeugen und Maschinen sollte den 14 Schülerinnen und Schülern neue Erfahrungsmöglichkeiten bieten und sie in der Berufswahl unterstützen.

Betreut und angeleitet wurden die Jugendlichen dabei vom gewerblich-technischen Ausbildungsmeister Herrn Daniel Enns, dem gewerblich-technischen Ausbildungsleiter Herrn Holger Meyer und einigen Auszubildenden aus dem 2. und 3. Lehrjahr, die sich auf dem Weg zum fertigen Industriemechaniker befinden.
Am ersten Tag lernten die Schülerinnen und Schüler zunächst die Firmengeschichte und die Produktpalette der Firma kennen. Ganz wichtig waren natürlich die Verhaltensregeln in einem solchen Industriebetrieb zur Vermeidung von Verletzungen und die damit einhergehende Sicherheitsbelehrung. Anschließend wurde das zu erarbeitende Werkstück, ein Modelltrecker aus Metall, vorgestellt. Die nötigen Informationen wie Fertigungsschritte und Fertigungszeichnungen wurden anschließend demonstriert.

An dem Werkstück können die verschiedensten Lerninhalte vermittelt werden: Lesen und Umsetzen einer technischen Zeichnung, die Benutzung der Arbeitsmittel wie Schraubstock, Feile, Höhenanreißer, Körner, weiterer Messinstrumente, Gewindeschneider und über Beobachtung der Einsatz und die Benutzung von Maschinen wie Drehmaschine, Fräsmaschine und Bohrmaschine.

In der Lehrwerkstatt wurde anschließend in Zweier- und Dreiergruppen zusammengearbeitet. Praktische Erfahrungen sammelten die Schülerinnen und Schüler bei den Fertigungsschritten im handwerklichen Bereich. Damit können die eigenen Talente und Prioritäten für eine mögliche Berufswahl besser eingeordnet werden.
Der zweite Praxistag startete wieder um 9.00 Uhr mit der Fortführung der Arbeitsschritte in Gruppen. Ergänzt wurde das praktische Arbeiten anschließend durch eine theoretische, schriftliche Lernerfolgskontrolle und einen Rundgang durch den ganzen Produktionsbetrieb, um die einzelnen Bereiche der Fertigung, der Betriebselektronik, die Pressen, die Galvanik/Oberflächenbeschichtung und den Vertrieb mit Logistik kennenzulernen. Ergänzt wurde das später dann noch durch die Demonstration und Erklärung eines CAD-Konstruktionsprogramms für den 3D-Drucker.

Die Begriffe Konstruktion, Qualitätssicherung, Robotertechnik wurden in dem Rundgang den Schülerinnen und Schülern anschaulich gut vermittelt. Mit der umfassenden Betriebsführung waren auch Einblicke und die Informationen in die verschiedenen Berufsbilder u.a. für den Konstrukteur, den Elektroniker, den Fachlageristen, den Oberflächenbeschichter und den Industriemechaniker verknüpft.

Die abschließende Feedbackrunde ergab ein durchgängig positives Bild zu den neuen Erfahrungen und Eindrücken.

Das spiegelte sich in einer Abfrage zum „Satz des Tages“ wieder.

Es wurde u.a. genannt:

„Der Beruf des Maschinenanlageführers ist interessant.“

„Ich wusste nicht, dass es hier so viele verschiedene Berufe gibt.“

„Interessant war zu sehen, wie Verchromung funktioniert.“

„Es ist interessant, wie die Produkte hergestellt werden, vieles von Robotern, aber auch vieles von Hand.“

“Man braucht für einige Berufe einen guten Abschluss, damit man z.B. in der Galvanik arbeiten kann. Man hat viel Verantwortung.“

„Es ist interessant, wie die Maschinen gebaut werden.“

„Viele Arbeitsschritte fügen sich ineinander.“

„Ein Keul sieht aus wie eine Klopapierrolle mit Bandstahl oder Draht.“

„Unsere Generation ist verantwortlich für neue Technologien.“

„Der Rundgang war sehr anschaulich.“

Wir bedanken uns ganz herzlich für zwei Tage voller interessanter Eindrücke und  die umfassende Betreuung durch das Team der Ausbildungswerkstatt der Firma Kesseböhmer in Dahlinghausen.