Jahrgang 10 – zweitägiger Besuch im Technologiezentrum der Handwerkskammer

Unter dem Motto: Zukunft gestalten, Fachkräfte gewinnen besuchten 17 SchülerInnen aus dem 10. Jahrgang am 15.09. und 17.092026 mit ihrer Lehrerin Susanne Laumann das Projekt der Handwerkskammer „Held:innen der Energiewende“. Die Handwerkammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim hat sich gemeinsam mit dem Forschungsinstitut für Berufsbildung im Handwerk (FBH) zum Ziel gesetzt, für die Region langfristig und nachhaltig Fachkräfte für klimarelevante Berufe zu gewinnen, zu qualifizieren und zu binden. Dazu durften wir die Werkstätten der Handwerkskammer im Stadtteil Schinkel in Osnabrück besuchen. Unter der fachkundigen Leitung dreier Handwerksmeister Herrn Speckmann (Anlagenmechanikermeister SAK), Herrn Klenke (Fliesen-, Platte- und Mosaiklegemeister) und Herrn Ostendorf (Tischlermeister) konnten die SchülerInnen in verschiedenen Projekten praktisch Erfahrungen sammeln.

Zur Auswahl standen die Projekten:

a) Vorwandinstallation mit Trinkwasser- und Abwasserinstallation :

Dahinter steckt der Anspruch, wie geht man mit der Ressource Wasser sparsam um?

Dazu wurde eine Sanitärinstallation durch die SchülerInnen gebaut. Sowohl das Material als auch die Werkzeuge waren neu für die SchülerInnen. Die benötigten Profilrohre und Dreiecksverbinder wurden an einer Wand mit Wasserwaage angeschraubt. Die gängigen Mehrschichtverbundrohre bei einer Hauswasserinstallation wurden mit Rohrabschneider und Biegezange vorbereitet. Die SchülerInnen lernten mit weiteren Werkzeugen wie Aufweitzange und Presszange umzugehen, damit Gewinde und Rohre letztlich zu einer kompletten Ver- und Entsorgung verbunden werden konnten.

b) Elektroinstallation:

Aufgabe war es hier, eine Parallelschaltung mit Lampenfassungen, zwei Wechselschaltern und Aufputzdose an den Übungswänden zu installieren. Die Sicherheitsregeln im Umgang mit Strom wurden erörtert und der Schaltplan zu einer Elektroinstallation besprochen. Der Umgang mit den Werkzeugen Abisolierzange, Entmantler und Wago-Klemme war schnell verstanden und erfolgreich umgesetzt.

c) Holz als nachwachsender Rohstoff

Eine große Konstruktion von Holzwänden im Bau ist in Anbetracht von zwei Tagen schwierig. Entscheidend ist aber, ob die SchülerInnen Interesse am Material Holz haben. Daher entschieden sich viele Schüler für die Anfertigung eines Schneide- bzw. Anrichtebretts aus unbesäumten, sägerauhen Brettern. Mit viel Hingabe wurde das Material in der Oberfläche bearbeitet. Eine weitere Gruppe beschäftigte sich mit der Konstruktion und Produktion von zwei Stehtischen für die Schule.

d) Fliesen- und Mosaiklegearbeit

Hier war der Einblick in die Materialien des Fliesenverlegens möglich. Mit dem Fliesenschneider wurden die Fliesen zurechtgeschnitten und dann an einer Wand aufgeklebt. Damit die SchülerInnen auch hier ein Werkstück mit nach Hause nehmen konnten, gab es noch die Möglichkeit, Untersetzer mit Mosaiksteinchen herzustellen.

Die SchülerInnen konnten in diesen zwei Praxistagen viele praktische Erfahrungen sammeln. Besonders lobend hervorzuheben war die intensive und verantwortungsbewusste Arbeitsmotivation aller teilnehmenden SchülerInnen. Die ansprechenden Projektmöglichkeiten, die guten Werkstattausstattungen und letztlich der sehr geduldige und wertschätzende Umgang mit den SchülerInnen durch die Handwerksmeister Herrn Speckmann, Herrn Klenke und Herrn Ostendorf machten die zwei Tage besonders wertvoll. Für ihre Arbeit und den Einsatz möchten wir uns besonders herzlich bedanken.