Auch wenn unser Schulgarten inzwischen winterfest gemacht und mit einer dicken Schicht Mulch geschützt wurde – langweilig wurde es in der Garten-AG keineswegs! In der letzten Stunde drehte sich alles um das Thema Wasser in und um unsere Schule. Ausgestattet mit der EcoLabBox wurden die Schülerinnen und Schüler zu kleinen Wasserforschern. Bevor es losging, erarbeiteten wir gemeinsam mithilfe des Handbuchs die Sicherheitsregeln zum Umgang mit Chemikalien sowie die genaue Durchführung der Messungen. Dann ging es hinaus zur Probensammlung: Leitungswasser, Wasser aus dem Wasserspender und aus verschiedenen Quellen auf dem Schulgelände: alles wurde sorgfältig in kleinen Gefäßen gesammelt.
Zurück im Klassenraum analysierten die Gruppen ihre Proben auf Nitrat- und Ammoniumwerte.
Beide spielen auch im Schulgarten eine wichtige Rolle:
🔹 Nitrat ist ein wichtiger Pflanzennährstoff und sorgt für kräftiges Wachstum. Gleichzeitig ist es ein Indikator für mögliche Belastungen im Wasser. Zu viel Nitrat kann beispielsweise die Haltbarkeit von Gemüse wie Kartoffeln beeinträchtigen.
🔹 Ammonium weist auf Verunreinigungen durch menschliche oder tierische Ausscheidungen hin. Eine erhöhte Konzentration findet man zum Beispiel häufig in Brunnenwasser in der Nähe von Fäkaliengruben.
Mit Hilfe der Farbskala und der Grenzwerte für Trinkwasser konnten die Schülerinnen und Schüler ihre Messungen auswerten und beurteilen, ob die Proben unbedenklich oder möglicherweise belastet waren.
Die Begeisterung war groß. Es wurde fleißig verglichen, diskutiert und gestaunt, wie unterschiedlich Wasserproben aussehen und welche Werte sie liefern können.
Unsere Garten AG ist eben auch eine Naturwissenschaft zum Anfassen!