Kunst aus Müll – unter diesem Motto präsentieren die Schülerinnen und Schüler der Ludwig-Windthorst-Schule die Kunstwerke, die sie im Laufe des Schuljahres geschaffen haben, in der Alten Mädchenschule am Kirchplatz Ostercappeln. Das jahrgangsübergreifende Thema ist hochaktuell: Upcycling – im kreativen Sinne erstellten sie also aus alten Dingen etwas Neues. Die Kinder und Jugendlichen erkannten mit ihren Werken, dass vermeintlicher Müll auch wertvoll sein kann und dass man aus ihm mit Kreativität und Geduld etwas wirklich Schönes, Nützliches oder auch Überraschendes erschaffen kann.
Das Thema Upcycling ist aktuell, weil Müll, Rohstoffe und Klimaschutz heute große Fragen sind. Viele Dinge werden schnell gekauft und noch schneller weggeworfen. Upcycling setzt ein anderes Zeichen: Nicht wegwerfen, sondern neu denken. Bei der künstlerischen Umsetzung zählt dabei nicht nur Perfektion, sondern auch die Idee, der Ausdruck sowie der Mut zum Ausprobieren.
So verbindet Upcycling Kunst, Nachhaltigkeit und Verantwortung. Es zeigt: Jede und jeder kann mit einfachen Mitteln etwas beitragen. Diese Ausstellung macht das sichtbar, beispielsweise mit einer Kugelbahn aus einem alten Kartenspiel, mit eindrucksvoll gefalteten Blumen aus alten Büchern, witzigen Figuren aus Kronkorken oder einer Diskokugel aus Glasscherben.
Die Vernissage am 4. Juni gab der Ausstellung einen würdigen Rahmen: Eingeleitet wurde sie von Ole Staupendahl mit zwei Stücken am E-Piano sowie mit Schülerinnen und Schülern der Klasse 5a mit ihrer Lehrerin Mareike Menke. Die Kinder erläuterten mit kurzen Beiträgen die Bedeutung und den Sinn von Upcycling. Anschließend eröffnete Schulleiter Dr. Stefan Schubert offiziell die Ausstellung. Im Namen der Schulgemeinschaft bedankte er sich für das langjährige Engagement der Kunstlehrerin Stephanie Alschner, die mit viel Umsicht und Einsatz für das Gelingen auch dieser schönen Ausstellung sorgte. Als Nachfolgerin von Frau Alschner, die in diesem Sommer pensioniert wird, begrüßte Schubert bei der Vernissage auch Anna Ekruth, die sich ab dem kommenden Schuljahr dieser reizvollen, aber auch anspruchsvollen Koordinationsaufgabe widmen wird.
Ein Besuch dieser ungewöhnlichen Ausstellung lohnt sich und ist dienstags bis sonntags von 15:00 bis 17:00 Uhr möglich. Die Exponate können noch bis zum 28. Juni bestaunt werden.




















