WPK Berufspraktischer Schwerpunkt 9 besucht die Firma Häcker Küchen in Venne

Zweiter Arbeitstag: „Wir müssen noch die Gruppen für das Tischtennnisturnier auslosen!“, ruft Ole Horstmann, einer der vier Auszubildenden des ersten Lehrjahrs in der Lehrwerkstatt der Firma Häcker Küchen. „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.“, erwidert Herr Mario Hoffmann, der Abteilungsleiter der Ausbildung in Venne, der die Auszubildenden und die zweitägige Kooperationsveranstaltung mit der Ludwig-Windthorst-Schule betreut. „Das ist keine Arbeit, das ist Leidenschaft!“, kommt prompt die Antwort von Ole. Wenn junge Menschen mit einer solchen Einstellung an ihre Ausbildung herangehen, ist alles richtig. Und diesen Eindruck vermitteln alle vier Auszubildenden, die unsere Schüler des WPKs Berufspraktischer Schwerpunkt Jahrgang 9 unter Leitung ihrer Lehrerin Susanne Laumann an den Praxistagen am 6. und 10. Juni 2024 betreuen.
Der erste Tag startet mit einem 90-minütigen Rundgang durch das Werk in Venne. Die Schüler erhalten einen umfassenden Einblick in die Produktionsschritte und Abteilungen der 22 Fußballfelder umfassenden Hallen. „Die Größe ist beeindruckend!“, kommentiert Marlon Horn und fasst damit den Gesamteindruck aller zusammen. 350 fertige Küchen verlassen täglich das Werk. Den Schülern wird klar, dass alle Tätigkeiten, angefangen vom Einkauf, der Anfertigung der Teile, der Programmierschritte der Maschinen, die Kommissionierung plus dem Arbeitseinsatz aller 300 Beschäftigten nahtlos und punktgenau ineinandergreifen müssen.
Nach der Betriebsführung geht es in die Lehrwerkstatt. Dort werden die Schüler durch die Auszubildenden in der Anfertigung von Fingerzinken-Holzverbindungen mit Japan- und Feinsäge, Stecheisen und Schreinerknüppel unterwiesen und können ihr handwerkliches Geschick auf die Probe stellen. Am zweiten Tag fertigen die Schüler ein Mensch-ärgere-dich-Spiel an. Das bedeutet, dass Messen und Anzeichnen, Ankörnen und Bohren und das Sägen der Spielsteine exaktes Arbeiten erfordern. In Stationen präsentieren zudem die Auszubildenden den Umgang mit den verschiedenen Maschinen, die die zukünftigen Tischler- und Holzmechaniker in ihrer Ausbildung zu bedienen lernen. Und so ergeben sich so ganz nebenbei Gespräche über die betrieblichen und schulischen Anforderungen der Ausbildung und die grundsätzliche Motivation, diesen Beruf zu ergreifen. Die Schüler fühlen sich in diesen zwei Tagen sehr wohl und durch Herrn Hoffmann und die Auszubildenden gut angenommen.
Das praktische Arbeiten an den Werkstücken bereitet allen viel Freude. Das Berufsfeld „Arbeiten mit Holz“ ist mit dieser Kooperation nachhaltig mit Eindrücken und Erfahrungen erfüllt worden. „Der Umgang mit dem Arbeitsmaterial Holz hat mir trotz der Erfahrungen aus der Schule viel Spaß gemacht, weil das Umfeld ein neues war“, fasst Lino Scheffler seine Eindrücke zusammen. Und schließlich findet auch das Tischtennisturnier in den Pausen an den von den Azubis selbst gefertigten Tischtennisplatten statt, was allen viel Freude macht und das soziale Miteinander stärkt.
Wir bedanken uns ganz herzlich für die Aufnahme und die zwei Praxistage bei der Firma Häcker Küchen.